Tradition und Fortschritt

Die Geschichte der Feuerwehr Westerkappeln ist mehr als nur eine Auflistung von Jahreszahlen. Sie ist eine Geschichte von technischem Wandel, gesellschaftlicher Verantwortung und dem unermüdlichen Einsatz von Generationen freiwilliger Helfer.

Was im Jahr 1877 mit 67 Männern und einfachen Mitteln begann, hat sich heute zu einer hochmodernen Sicherheitsorganisation entwickelt. Die Technik hat sich revolutioniert – von der handbetriebenen Spritze zum computergestützten Hilfeleistungslöschfahrzeug. Doch eines ist über all die Jahrzehnte gleich geblieben: Unser Antrieb, dem Nächsten in Not zu helfen.

Getreu dem historischen Wahlspruch "Gott zur Ehr', dem Nächsten zur Wehr" haben sich Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde immer wieder den Herausforderungen ihrer Zeit gestellt – sei es in den schwierigen Kriegsjahren oder bei den komplexen technischen Einsätzen der heutigen Zeit.
Tradition und Fortschritt

Unsere Geschichte

Von der Pflichtfeuerwehr zur modernen Rettungsorganisation: Eine Reise durch über 140 Jahre Feuerwehrgeschichte in Westerkappeln und Velpe.

1877

Die ersten Anfänge

Bereits vor der offiziellen Gründung bestand eine Pflichtfeuerwehr. Am 27. August 1877 schlossen sich jedoch erstmals 67 Männer in "Westercappeln" freiwillig zusammen. Unter der Leitung von Dr. Lammers galt die Wehr als Vorbild im Kreis, wurde jedoch um 1896 aus unbekannten Gründen zunächst wieder aufgelöst.
1896

Gründung der heutigen Wehr

Am 1. Juli 1896 wurde die Freiwillige Feuerwehr Westerkappeln offiziell neu gegründet. Mit 21 Mitgliedern und Hauptmann Heinrich Echelmeyer an der Spitze startete die Organisation, die bis heute Bestand hat. Das erste Spritzenhaus stand damals an der heutigen Großen Straße.
1938

Gründung Löschzug Velpe

Am 4. Oktober 1938 wurde der Brandschutz erweitert: In Velpe meldeten sich 19 Freiwillige, um den 3. Löschzug der Gemeinde zu bilden. Erster Löschzugführer wurde Wilhelm Hollenberg.
1941 - 1945

Kriegsjahre & Frauenlöschgruppe

Da viele Kameraden eingezogen wurden, war der Brandschutz gefährdet. 1941 wurde das neue Spritzenhaus an der Gartenstraße bezogen. Um die Einsatzfähigkeit zu sichern, wurde im November 1944 eine Frauenlöschgruppe aus 9 Frauen gebildet – eine Besonderheit in der damaligen Zeit.
1980

Rettungswache & Erweiterung

Das Gerätehaus wurde stetig erweitert. 1980 entstand ein Anbau für den Rettungsdienst. Bis 1985 war die Rettungswache direkt im Feuerwehrhaus integriert, bevor die Räumlichkeiten später vollständig von der Feuerwehr übernommen und zu Schulungsräumen umgebaut wurden.
1996

Neues Domizil für Velpe

Nachdem der Löschzug Velpe lange Zeit in Garagen und Provisorien untergebracht war (u.a. bei Familie Amelingmeyer), wurde 1996 ein modernes Gerätehaus in der Nähe der evangelischen Kirche in Hambüren bezogen.
2021

Rettungswache Kreis Steinfurt

Der Rettungsdienst kehrte zurück, aber größer: Eine moderne 24-Stunden-Rettungswache des Kreises Steinfurt (betrieben durch das DRK) wurde am Merschweg in Betrieb genommen – in direkter Nachbarschaft zum geplanten neuen Feuerwehrhaus.
2023

Neubau Gerätehaus Westerkappeln

Ein Meilenstein: Der Löschzug Westerkappeln bezog das neu errichtete, hochmoderne Gerätehaus an der Mettinger Straße / Merschweg. Damit sind Feuerwehr und Rettungsdienst nun an einem strategisch optimalen Standort vereint.
HEUTE

Moderne Gefahrenabwehr

Heute sorgt die Feuerwehr Westerkappeln unter der Leitung der Gemeindebrandinspektoren Thorsten Schmidt und Frank Klein mit rund 90 Aktiven, einer starken Jugend- und Kinderfeuerwehr sowie modernstem Fuhrpark (u.a. HLF 20, TLF 4000, GW-L) für die Sicherheit in der Gemeinde.